Menschen sind sehr unterschiedlich.
Eine Eigenschaft von mir ist, dass ich Bücher oft selektiv lese. Das bezieht sich natürlich hauptsächlich auf Sachbücher.
Wenn ich ein Buch lese, nehme ich nicht alle Aussagen als Wahrheit hin. Ich lasse die Meinung der Autoren so stehen wie sie ist, aber für mich suche ich mir das raus, was passt.
Ich wurde mal zu meiner Abiturzeit als intolerant bezeichnet. Aber ich behaupte noch immer, dass ich gerade dadurch tolerant sein kann, weil ich meine eigenständige Meinung entwickele und auch zu ihr stehe.
Was bringt mir aber das selektive Lesen? Ich brauche mich nicht so doll über extreme Meinungen in Büchern aufregen. Wer nicht selektiv liest, bezeichnet oft ein Buch als vollkommen unmöglich, weil einige Aussagen komisch sind.
Ich selbst ordne mir dann einfach die einzelnen Gedanken in meine eigene Gedankenwelt ein. Bei dem Einen kann ich überhaupt nicht mitgehen. Das Andere finde ich interessant. Das Nächste kommt in die Schublade "Ausprobieren würde sich vielleicht lohnen". Und von einigen Ideen bin ich echt begeistert. Manchmal sind das dann einfach Nebensätze, die mich zum Nachdenken anregen.
Im Gespräch mit Freundinnen merke ich manchmal, dass auch die Anderen selektiv lesen und das sind oft die angenehmsten Gesprächspartner. Sie sind einerseits kritisch beim Lesen, aber sie können mit mir diskutieren ohne sich über das Buch tierisch aufzuregen ;-)
Ich werde in nächster Zeit mal über einige Bücher bloggen, die ich so selektiv gelesen habe.
Donnerstag, 13. März 2008
Selektives Lesen
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