Sonntag, 27. April 2008

Der Zwangsausflug

Es war einmal mitten in einer wunderschönen kleinen Universitätsstadt, da lebte eine kleine Familie glücklich und zufrieden. Sie wohnten in der Nähe einer alten Burg an einem großen Fluss. Neben der Burg auf einem kleinen Berg stand eine kleine Kirche.
Die kleine Familie hatte gerade ihr erstes Kind zur Welt gebracht und sie genossen nun die gemeinsame Zeit mit ihrem erstgeborenen Sohn. Von Tag zu Tag wurde er hübscher und hübscher. Die Mutter und der Vater hatten ihr Kind beide sehr lieb.
Leider ging es der jungen Mutter gar nicht gut, denn sie war noch sehr geschwächt von der Geburt.
Da sprach der fürsorgliche Vater zu seiner Frau, als der Sohn sechs Tage alt war: "Heute musst du eine Viertelstunde nach draußen gehen. Ich passe hier zu Hause auf unser Kind auf.". Doch die junge Frau sträubte sich. Sie war viel zu müde und hätte viel lieber geschlafen. Doch ihr Mann blieb hart: "Nein, geh jetzt wenigsten einmal um die kleine Kirche herum. Setz dich draußen auf eine Bank und ruh dich aus. Wenn wir es jetzt verschieben, wirst du nie nach draußen kommen."
So ging die junge Frau nach draußen. Sie stieg mühselig die Treppe nach unten und aus der Tür hinaus. Draußen schien die Sonne und es duftete nach Frühling. Die Bäume und Sträucher blühten und die junge Frau fragte sich, ob sich wohl in den wenigen Tagen, in denen sie nicht nach draußen gekommen war, alles so schön verändert konnte. Sie setzte sich auf eine Bank und plötzlich fiel aller Druck von ihr. Sie genoß die Sonne und entdeckte ein flinkes Eichhörnchen, das von Baum zu Baum sprang. Immer höher und höher.
Nachdem die junge Frau um die Kirche herum gegangen war, - ganz langsam und ruhig - machte sie sich auf den Weg nach Hause. Kurz vor ihrer Haustür traf sie noch ihre Nachbarin mit ihrem Säugling, der drei Wochen älter war als ihr eigener Sohn. Sie beschlossen gemeinsam in den Park zu gehen, sobald es der jungen Mutter wieder besser ging.
Als sie die Treppen wieder hoch stieg, war sie glücklich und zufrieden. Und sie dankte ihrem Mann für seine Beharrlichkeit und Fürsorge.

2 Kommentare:

  1. Zwangsmassnahmen sind manchmal doch sehr gut, schön, nutzvoll, nötig... usw. *zwinker*

    Eine schöne Frühlingswoche wünsche ich euch,

    Anitz

    AntwortenLöschen
  2. Da kann ich Anitz nur zustimmen... eine sehr schöne Geschichte.. ich musste einfach nur nicken ;)
    Vielen Dank,
    Gianna

    AntwortenLöschen