Mittwoch, 7. Mai 2008

...und sinnt über sein Gesetz...

... Tag und Nacht... Psalm 1,2b

Eigentlich seltsam, dass man über das GESETZ nachdenken soll. Früher waren die Gesetzestexte in der Bibel die Texte, die ich immer nur überflogen habe in der Hoffnung, dass sich irgendwo ein winziger Satz findet, der mich ansprechen könnte.
Warum also gerade Tag und Nacht über das Gesetz nachsinnen?
In den letzten Tagen habe ich eine Ahnung davon bekommen, warum es wirklich gut sein könnte über das Gesetz nachzusinnen. Morgens bei einer der ersten Stillmahlzeiten habe ich nicht nur mit Primus gesungen, sondern auch das 5.Mose-Buch gelesen. Und da ist mir einiges aufgefallen.
Wussten du das die Geschichte von Gideon (Richter 7) total doll den Kriegsgesetzen in 5.Mose 20 ähnelt. Oder dass die Gesetze zum Schutz der Witwen und Waisen (5.Mose 24) an die Geschichte von Rut erinnern.
Ich versuche immer, das Prinzip hinter dem Gesetz zu verstehen. Ich frage mich, wie ich das heutzutage in meinem Alltag umsetzen könnte. Zum Beispiel das mit den Witwen. Ich ernte ja kein Feld ab, wo ich etwas für die Armen übrig lassen könnte. Und ich hab auch keinen Weinberg. Sogar, wenn ich einen Garten hätte, könnte man es heutzutage schlecht umsetzen. Oder lasst ihr die Armen die Reste in eurem Garten ernten?
Eine Möglichkeit wäre natürlich einen Teil der Ernte an Menschen zu verschenken, denen es nicht so gut geht. Die zweite Möglichkeit ist ganz einfach: Ihr braucht nur aufhören über die vielen Lohnabzüge für das Renten- und Sozialsystem zu jammern. Denn dadurch werden in unserem Land die Witwen, die Waisen, die Armen, die Rentner, die Arbeitslosen,... versorgt.

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